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Musik aus Süd-Afrika, Teil 2

Einige Worte vorab...
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Musik-Stile Süd-Afrika

Marabi
Marabi war ursprünglich eine Musik, die auf billigen Pedal-Orgeln gespielt wurde. Marabi hatte Elemente, die dem amerikanischen Ragtime und Blues ähnlich waren, vermischt mit traditionellen afrikanischen Elementen. Es wurden wenige, einfache Akkorde verwendet. Was sich zunächst als ein Musikstil des "Underground" entwickelte, fand bald auch Einzug in den amerikanischen Jazz. Später bildete Marabi eine der Wurzeln des Mbaqanga.

Kwela
Kwela entstand in den 1950ern als Ableger des Marabi-Sounds. Das Haupt-Instrument ist die "Pennywhistle", ein billiges und einfaches Instrument, im Klang ähnlich der Blockflöte.

Kwela stammt aus der Sprache der Zulu und bedeutet "hinaufsteigen, aufstehen", im Township-Slang steht es allerdings auch für die Polizei-Wägen, "kwela-kwela". Daher konnte Kwela sowohl eine Aufforderung zum Tanzen als auch eine Warnung sein.

Hörbeispiele:
Spokes Mashiyane: Meva
Elias Lerole and His Zig-Zag Flutes: Tom Hark (1999)

Mbaqanga
Mbaqanga ist ursprünglich der Name einer Suppe der armen Leute Südafrikas. Als sich in den 50ern und 60ern die südafrikanische Popmusik entwickelte (eine Mischung aus traditionellen lokalen und "importierten" Elementen, Musik der Zulu, Gospel, Folk, Soul, Jazz, Kwela Musik, Jive etc.) wurde sie Mbaqanga genannt - die "Suppe der Armen". Bald wurde daraus die "Mainstream-Musik" Südafrikas. Mbaqanga erinnert entfernt an Reggae, jedoch mit schnellerem Tempo und fröhlichem Grundtenor. Typische Vertreter sind Mahlathini and the Mahotella Queens oder die Soul Brothers. Typisches Setup: Drums/Percussion, Bass, Gitarre, oft Sax oder Bläsersatz, Hammond Orgel (Soul Brothers!), häufig auch Akkordeon/"Squashbox", Penny Whistle. Typisch ist der Wechselgesang zwischen Vorsänger und Harmony-Voices. Mahlathini and the Mahotella Queens nennen ihren Stil des Mbaqanga auch Mgqashiyo - "the indestructible beat".


Typisches Mbaqanga-Drumpattern
(z.B. "Nyamphemphe" - Mahlathini & The Mahotella Queens
auf "Stoki Stoki")

Mbube (auch isiCathamiya)
Zulu Chor-Gesangsstil. Bekannteste Vertreter: Ladysmith Black Mambazo (CD-Tip: SOUTH-AFRICA - Ladysmith Black Mambazo - Cologne Zulu Festival aus der WDR WORLD NETWORK Serie mit interessantem Booklet über Mbube. Und natürlich Paul Simon's Graceland). Weitere: Solomon Linda's Original Evening Birds, Colenso Abafana Benkokhelo, King Star Brothers).
Wikipedia schreibt dazu:
"Mbube (IsiZulu Mbube: den Löwen rufen; Imbube: Löwe) ist ein bekannter Titel geschrieben 1939 von Solomon Linda (gesungen mit The Evening Birds). 1952 übersetzte Pete Seeger (The Weavers) den Text und machte aus dem Uyimbube im Refrain Wimoweh. Später schrieb George David Weiss weiteren englischen Text hinzu und nannte den Song The Lion Sleeps Tonight. In dieser Variation wurde der Titel 1961 erstmals von The Tokens und mittlerweile von über 150 weiteren Interpreten (darunter auch R.E.M., Jimmy Dorsey und Miriam Makeba) aufgenommen."

The Rolling Beats of Zimbabwe
Aus der Mbira Music entstandener Musikstil. Die klassischen Mbira-Muster des Thumb-Pianos wurden auf die E-Gitarre übertragen und mit Einflüssen des mBaqanga, Soukous und Zaire's Rumba beeinflusst. Die Sprache ist meistens Shona oder Ndebele.
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Sprachen in Süd-Afrika

In Südafrika gibt es 4 Haupt-Sprachgruppen. Innerhalb dieser Sprachgruppen sind offiziell 9 Sprachen anerkannt. Die Sprachen innerhalb einer Sprachgruppe sind miteinander verwandt und es bestehen - obwohl es grammatikalische und phonetische Unterschiede gibt - viele Gemeinsamkeiten.

Nguni Sprachen: Zulu, Xhosa, Swazi, Ndebele
Hörbeispiele:
Amaqhawe Omqashiyo u. a./Mahlathini & the Mahotella Queens
Baxabene Oxamu u. a./Miriam Makeba
Uyeyeni/Mzwakhe Mbuli
Kuleliyani'zwe/LovemoreMajaivana

Sotho Sprachen: Northern Sotho, Tswana, Southern Sotho/seSotho
Hörbeispiele:
Thuto Kelefa u. a./Mahlathini & the Mahotella Queens

Venda
Hörbeispiel:
Tshipfinga/Mzwakhe Mbuli

Tsonga

(Infos aus dem Buch TEACH YOURSELF: ZULU - A Complete Course for Beginners von Arnett Wilkes und Nicholias Nkosi, s. u.)

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Sonstiges

Noch ein paar Buchtips:

NDEBELE - Die Kunst der Frauen Südafrikas von Margaret Courtney-Clarke.
Nicht ganz billig aber super Fotos von den Kunstwerken der Ndebele-Frauen, die ihre Häuser mit traditionellen Mustern bemalen.

TEACH YOURSELF: ZULU
A Complete Course for Beginners von Arnett Wilkes und Nicholias Nkosi (Buch + Kassette) von Hodder & Stoughton
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